Zehenzwischenräume trocken halten
Gerade zwischen den Zehen sollte die Haut nach dem Waschen oder Duschen sorgfältig abgetrocknet werden.
Fußpilz
Fußpilz entsteht, wenn Pilzerreger in die Haut eindringen. In Deutschland ist der häufigste Erreger Trichophyton rubrum. Er gehört zu den Dermatophyten (Hautpilzen), also Pilzen, die sich vom Hornmaterial der Haut ernähren und Haut oder Nägel befallen können.
Begünstigt wird Fußpilz vor allem durch ein warmes, feuchtes Hautmilieu und eine geschwächte Hautbarriere.
Typische Risikofaktoren sind:
Je nach Form zeigt sich Fußpilz unterschiedlich: häufig sind die Haut zwischen den Zehen sowie die Fußsohlen betroffen.
Fußpilz wird oft zunächst mit trockener oder gereizter Haut verwechselt. Entscheidend ist deshalb der genaue Blick auf das Hautbild. Bei der häufigsten Fußpilzart ist besonders typisch, dass die Beschwerden in den Zehenzwischenräumen beginnen und sich von dort aus ausbreiten.
Typische Anzeichen für Fußpilz sind:
Je früher diese Veränderungen erkannt werden, desto besser lässt sich gezielt gegensteuern.
Die genauen Symptome hängen von der Form des Fußpilzes ab. Man unterscheidet drei Verlaufsformen:
Interdigitale Tinea (zwischen den Zehen): die häufigste Form des Fußpilzes beginnt meist zwischen den Zehen mit aufgeweichter, schuppender oder rissiger Haut, oft begleitet von Juckreiz.
Squamös-hyperkeratotische Tinea (Fußsohle): hier steht eine verstärkte Verhornung und Schuppung der Fußsohle im Vordergrund. Diese Form kann sich auf die gesamte Sohle und die Fußränder ausbreiten und wird leicht mit trockener Haut verwechselt.
Vesikulös-dyshidrotische Tinea (Bläschenform): diese Form ist gekennzeichnet durch Bläschen, vor allem an den Fußrändern. Im weiteren Verlauf können diese aufplatzen und nässen.
Da Fußpilz anderen Hauterkrankungen ähneln kann, sollte bei Verdacht ein Arzt aufgesucht werden, um eine sichere Diagnose zu stellen.
Fußpilz ist ansteckend und wird über direkten Kontakt mit infizierten Hautschuppen oder Pilzsporen übertragen. Besonders hoch ist das Risiko dort, wo viele Menschen barfuß unterwegs sind.
Typische Übertragungswege sind:
Pilzsporen sind sehr widerstandsfähig und überleben längere Zeit in der Umgebung, etwa in Socken, Schuhen oder auf Böden, vor allem in feucht-warmer Umgebung. Auch über gemeinsam genutzte Handtücher kann eine Übertragung erfolgen. Um andere zu schützen und eine erneute Ansteckung zu vermeiden, ist gründliche Fuß- und Wäschehygiene wichtig.
Wichtig ist: Fußpilz heilt nicht von allein. Die Infektion muss immer behandelt werden. Welche Therapie geeignet ist, hängt davon ab, wie ausgeprägt der Fußpilz ist, wie lange die Beschwerden schon bestehen und wie die Haut insgesamt beschaffen ist.
Lokale Therapie
Bei leichteren oder früh erkannten Formen kommen häufig lokal anzuwendende Mittel infrage, zum Beispiel Cremes. Diese werden direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und müssen konsequent und über den empfohlenen Zeitraum angewendet werden. Darin enthaltene antimykotische Wirkstoffe wie Clotrimazol verhindern, dass sich der Pilz weiter ausbreitet.
Systemische Therapie
Bei stärker ausgeprägten, hartnäckigen oder wiederkehrenden Verläufen oder wenn zudem Nägel betroffen sind, kann ärztlich eine systemische Behandlung notwendig werden. Das gilt auch dann, wenn die lokale Therapie nicht ausreicht. Oft müssen Tabletten über mehrere Wochen oder Monate eingenommen werden.
Wann ärztlicher Rat wichtig ist
Bei Fußpilz sollte immer ein Arzt oder eine Ärztin zu Rate gezogen werden, um die Diagnose zu sichern und die geeignete Therapie festzulegen. Ziel ist es, Pilzen möglichst wenig günstige Bedingungen zu bieten, die Hautbarriere gezielt zu unterstützen und die Behandlung konsequent zu begleiten. Auch bei Unsicherheit über die Ursache, bei stark gereizter Haut oder bei Diabetes ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
Gerade wenn die Haut trocken, gereizt und ihre Schutzfunktion gestört ist, ist es sinnvoll, die Hautbarriere zu stärken und die tägliche Pflegeroutine möglichst angenehm und konsequent umsetzbar zu gestalten. Ziel ist es, Pilzen möglichst wenig Möglichkeiten zu bieten, in die Haut einzudringen.
Gerade zwischen den Zehen sollte die Haut nach dem Waschen oder Duschen sorgfältig abgetrocknet werden.
Handtücher während der Behandlung nicht mit anderen teilen und regelmäßig wechseln.
Socken täglich wechseln und bei mindestens 60°C waschen. Bei diesen Temperaturen werden Pilze abgetötet.
Betroffene Hautstellen möglichst nicht aufkratzen und direkten Kontakt mit anderen empfindlichen Hautbereichen vermeiden.
Gut belüftete Schuhe helfen, feucht-warme Bedingungen in den Schuhen zu vermeiden und tragen so dazu bei, die Pilzbesiedlung in Schuhen zu reduzieren.
Schuhe nach dem Tragen einige Stunden trocknen lassen, bevor sie erneut getragen werden.
Fußpilz heilt nicht von allein und kann auch nach erfolgreicher Behandlung wiederkehren. Entscheidend ist deshalb nicht nur die richtige Therapie, sondern auch ein Verhalten, das eine erneute Infektion möglichst vermeidet. Dazu zählt, die natürliche Schutzfunktion der Hautbarriere zu stabilisieren, feucht-warme Bedingungen und vermehrten Fußschweiß zu reduzieren, um eine erneute Ausbreitung der Erreger zu erschweren. Besonders wichtig ist das bei Menschen mit empfindlicher, trockener oder bereits belasteter Haut.
Konsequente Hygiene ist ein zentraler Bestandteil, um Rückfälle zu vermeiden und andere nicht anzustecken. Pilzerreger können auf Textilien, Böden oder Pflegeutensilien überdauern und so erneut mit der Haut in Kontakt kommen.
Darauf kommt es an:
Pilze bevorzugen ein feucht-warmes Milieu. Genau deshalb spielt das richtige Schuhwerk eine wichtige Rolle in der dauerhaften Vorbeugung von Fuß- und Nagelpilz. Schuhe und Socken sollten möglichst atmungsaktiv sein, um Feuchtigkeitsstau zu vermeiden und die Haut nicht zusätzlich durch Druck oder Reibung belasten.
Wichtig sind vor allem:
Wenn die Haut zusätzlich in ihrer Schutzfunktion geschwächt ist, kann eine begleitende Pflege helfen, die Hautbarriere zu unterstützen und die Haut widerstandsfähiger zu halten.